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Hochbeet selber bauen - eine Schritt-für-Schritt Anleitung

2025-03-21 11:00:00 / Garten

Egal ob du Gemüse, Kräuter oder Blumen anpflanzen möchtest – mit einem selbstgebauten Hochbeet schaffst du die perfekten Bedingungen für gesundes Wachstum. Die spezielle Schichtung im Inneren sorgt für eine optimale Nährstoffversorgung und die erhöhte Bauweise schützt vor Schädlingen, verlängert die Anbausaison und macht das Gärtnern einfach bequemer.

In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du ein stabiles, langlebiges Hochbeet baust – von der Standortwahl über die Konstruktion bis hin zur idealen Befüllung sowie der richtigen Bepflanzung für jede Saison. Egal, ob du Anfänger oder erfahrener Heimwerker bist, mit dieser Anleitung gelingt dir dein Hochbeet garantiert!

Warum ein Hochbeet bauen?

Ein Hochbeet bietet viele Vorteile: Es bietet deinen Pflanzen eine verbesserte Bodenqualität, verhindert Schädlingsbefall und erleichtert die Gartenarbeit, da du nicht mehr gebückt arbeiten musst. Durch die Verrottung organischer Materialien im Inneren entsteht Wärme, die das Wachstum der Pflanzen beschleunigt und eine frühere Aussaat ermöglicht. Zudem lässt sich ein Hochbeet flexibel an verschiedene Standorte anpassen – egal, ob im Garten, auf der Terrasse oder sogar auf dem Balkon.

Materialien und Werkzeuge

Benötigte Materialien

Für den Bau eines stabilen Hochbeets solltest du auf wetterbeständige und langlebige Materialien setzen. Folgende Holzarten gelten als besonders gut geeignet für den Rahmen deines Hochbeets:

  • Lärchenholz: Lärchenholz ist sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse, sodass es sich ideal für den Außenbereich eignet. Es muss nicht zwingend behandelt werden und hält viele Jahre.
  • Douglasienholz: Ähnlich wie Lärche ist Douglasie eine robuste Holzart, die eine lange Lebensdauer hat und optisch eine warme, rötliche Färbung aufweist.
  • Palettenholz: Wenn du ein nachhaltiges und kostengünstiges Hochbeet bauen möchtest, kannst du alte Paletten recyceln und zu einem rustikalen Hochbeet zusammensetzen.

Zusätzlich benötigst du:

  • Metallwinkel und Schrauben, um die einzelnen Bretter stabil zu verbinden und für eine lange Haltbarkeit zu sorgen.
  • Hasendraht, den du am Boden befestigst, um Wühlmäuse und andere Nagetiere davon abzuhalten, sich ins Beet zu graben.
  • Noppenfolie oder Teichfolie, um die Innenwände des Hochbeets vor Feuchtigkeit zu schützen und das Holz länger haltbar zu machen.
  • Kies oder Splitt als Drainageschicht, um überschüssiges Wasser abzuleiten und Staunässe zu vermeiden.
  • Erde, Kompost und organisches Material, um das Hochbeet optimal zu befüllen und eine nährstoffreiche Umgebung für deine Pflanzen zu schaffen.

Werkzeuge

Damit du dein Hochbeet sicher und stabil bauen kannst, solltest du folgende Werkzeuge bereithalten: Spaten, Säge, Akkuschrauber, Wasserwaage und Tacker.

Frau bei Hochbeetbau
Hasendraht anbringen

Schritt-für-Schritt Anleitung

Schritt 1: Die Planung

Bevor du mit dem Bau beginnst, solltest du den optimalen Standort wählen. Ein Hochbeet benötigt viel Sonnenlicht, da die meisten Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen bei mindestens sechs Stunden Sonne pro Tag haben. Gleichzeitig sollte der Boden nicht zu feucht sein, da Staunässe das Wurzelwachstum behindern kann.

Die Größe des Hochbeets sollte an deine Bedürfnisse angepasst sein. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Breite von maximal 1,2 Metern das Arbeiten erleichtert, da du so bequem von beiden Seiten an die Pflanzen kommst. Eine Länge von zwei Metern ist ein gängiges Maß, aber du kannst dein Hochbeet individuell an deine Vorlieben und deinen Garten anpassen. Die ideale Höhe liegt zwischen 70 und 100 cm, um eine rückenschonende Arbeitshaltung zu ermöglichen.

Schritt 2: Den Rahmen bauen

  1. Holzzuschnitt: Schneide die Bretter auf die gewünschte Länge zu. Achte darauf, dass alle Seiten exakt gleich lang sind, damit das Hochbeet später stabil steht. Falls du Paletten verwendest, kannst du die Länge der Bretter beibehalten und dir so diesen Schritt ersparen.
  2. Rahmen verschrauben: Verbinde die zugeschnittenen Bretter mit Schrauben und Metallwinkeln zu einem stabilen Rechteck. Um zusätzlich Stabilität gewährleisten zu können, kannst du an den Innenseiten deines Hochbeets senkrechte Pfosten und Querstreben einplanen.
  3. Innenwände schützen: Tackere eine Noppenfolie oder Teichfolie an die Innenwände, um das Holz vor der feuchten Erde zu schützen und eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.
  4. Wühlmausschutz anbringen: Lege Hasendraht am Boden des Hochbeets aus und befestige ihn mit Nägeln oder Klammern, damit sich keine Nagetiere durch den Boden graben können.

Schritt 3: Die richtige Befüllung

Die richtige Schichtung im Hochbeet sorgt für eine langfristige Nährstoffversorgung und eine optimale Wasserregulierung:

  1. Drainageschicht: Die unterste Schicht sollte aus groben Ästen, Zweigen oder Holzstücken bestehen. Sie sorgt für eine gute Belüftung und leitet überschüssiges Wasser ab, um Staunässe zu vermeiden.
  2. Organische Schicht: Darauf folgt eine Schicht aus Grasschnitt, Laub oder gehäckseltem Strauchschnitt. Diese Materialien zersetzen sich langsam und geben dabei Nährstoffe an den Boden ab.
  3. Kompostschicht: Als nächste Schicht kommt halbreifer oder reifer Kompost, der besonders nährstoffreich ist und das Pflanzenwachstum fördert.
  4. Pflanzerde: Die oberste Schicht bildet hochwertige Gartenerde. Sie dient als Grundlage für deine Pflanzen und sollte locker und humusreich sein, damit die Wurzeln gut wachsen können.

Pflanzempfehlungen für jede Jahreszeit

  • Frühjahr: In den ersten warmen Monaten des Jahres kannst du schnell wachsende und kälteresistente Pflanzen säen. Dazu gehören Blattgemüse wie Salat und Spinat sowie Radieschen, die bereits nach wenigen Wochen geerntet werden können. Diese Pflanzen benötigen nicht viele Nährstoffe und eignen sich perfekt als erste Bepflanzung nach der Winterpause.
  • Sommer: Sobald die Temperaturen steigen, beginnt die Hauptsaison für wärmeliebende Pflanzen. Tomaten, Paprika und Zucchini gedeihen besonders gut in Hochbeeten, da die lockere, nährstoffreiche Erde ihnen beste Wachstumsbedingungen bietet. Diese Pflanzen benötigen viel Sonne und sollten ausreichend Platz erhalten, damit sie sich optimal entwickeln können.
  • Herbst: Mit den sinkenden Temperaturen endet die Gartensaison noch lange nicht. Feldsalat, Mangold und Rosenkohl sind ideale Herbstpflanzen, da sie auch kühle Temperaturen gut vertragen. Rosenkohl braucht eine lange Wachstumszeit, während Feldsalat und Mangold schnell geerntet werden können.
  • Ganzjährig: Kräuter wie Basilikum, Petersilie und Schnittlauch sind pflegeleicht und können fast das ganze Jahr über im Hochbeet wachsen. Besonders mehrjährige Kräuter wie Thymian oder Rosmarin profitieren von den guten Bedingungen im Hochbeet und brauchen nur wenig Pflege.

FAQs – Häufig gestellte Fragen zum Hochbeetbau

Lärchenholz ist besonders widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse, sodass es sich hervorragend für den Außenbereich eignet. Aufgrund seiner Langlebigkeit und Resistenz gegenüber Pilzbefall hält ein Hochbeet aus Lärchenholz oft über zehn Jahre, ohne dass es chemisch behandelt werden muss.

Die Lebensdauer eines Hochbeets hängt von der verwendeten Holzart, der Witterung und der Pflege ab. Hochbeete aus Lärchenholz können 10–15 Jahre halten, während Modelle aus Fichten- oder Kiefernholz schneller verrotten, wenn sie nicht regelmäßig behandelt werden. Durch eine Schutzfolie an den Innenwänden kann die Haltbarkeit zusätzlich verlängert werden.

Nach etwa fünf Jahren haben sich die organischen Materialien im Inneren des Hochbeets weitgehend zersetzt, und das Substrat ist nährstoffarm geworden. Spätestens dann sollte das Hochbeet neu befüllt werden, um eine optimale Bodenqualität sicherzustellen. Eine jährliche Ergänzung mit Kompost verlängert jedoch die Lebensdauer der ursprünglichen Befüllung.

Kartoffeln und Mais sind aufgrund ihres ausgedehnten Wurzelwerks und ihrer Höhe nicht ideal für ein Hochbeet. Kartoffeln lockern zwar den Boden auf, verbrauchen jedoch viele Nährstoffe und können sich unkontrolliert vermehren. Mais benötigt viel Platz und kann andere Pflanzen durch seine große Wuchshöhe beschatten.

Ein engmaschiges Wühlmausgitter am Boden des Hochbeets verhindert, dass Nagetiere sich in das Beet graben. Schneckenzäune oder Kupferbänder am Rand des Hochbeets halten Schnecken fern. Zudem kann das gezielte Pflanzen von stark duftenden Kräutern wie Lavendel oder Rosmarin helfen, Schädlinge abzuhalten.