Schimmel effektiv entfernen
Schimmel kann nicht nur Wände und Möbel beschädigen, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich der Befall jedoch effektiv entfernen, ein Wiederaufkommen langfristig verhindern und so ein gesundes Wohnklima schaffen.
In diesem Ratgeber haben wir für dich zusammengefasst, welche Ursachen zur Schimmelbildung führen, welche Methoden und Hausmittel sich zur Entfernung eignen und wie du Schimmel dauerhaft vorbeugen kannst. Ob an Wänden, an Fenstern oder im Bad – mit den richtigen Mitteln und Techniken kannst du dein Zuhause effektiv und langfristig schimmelfrei halten.
Inhalt
1. Warum ist Schimmel gefährlich?
2. Ursachen für Schimmelbildung
3. Schimmel entfernen: Die besten Methoden
4. Schimmelprävention: So beugst du Schimmel vor
5. FAQ: Häufig gestellte Fragen bei der Schimmelbekämpfung
Warum ist Schimmel gefährlich?
Schimmel in deinem zu Hause ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Schimmelsporen können nämlich Atemwegserkrankungen, Allergien und Kopfschmerzen verursachen. Zudem greift Schimmel das Baumaterial an und kann langfristig zu Schäden an Wänden und Decken führen. Besonders in schlecht belüfteten Räumen wie Kellern oder Bädern kann sich Schimmel schnell ausbreiten und eine ernsthafte Gefahr darstellen.
Ursachen für Schimmelbildung
Bevor du den Schimmel entfernen kannst, solltest du die Ursache finden. Zu den häufigsten Auslösern zählen:
- Hohe Luftfeuchtigkeit durch unzureichendes Lüften oder falsches heizen
- Kondenswasser an kalten Wänden oder an Fenstern
- Baumängel, wie undichte Dächer oder schlechte Dämmung
- Wasserschäden, durch Rohrbrüche oder eindringendes Regenwasser
- Trocknen von Wäsche in der Wohnung, ohne ausreichende Belüftung


Schimmel entfernen: Die besten Methoden
1. Schimmel mechanisch entfernen
Kleinere Schimmelflecken kannst du mit folgenden Mitteln beseitigen:
- Alkohol (mind. 70 % Ethanol) oder Isopropanol
- Wasserstoffperoxid (3-10%)
- Spezielle Anti-Schimmel-Mittel, wobei es sowohl chemische als auch biologische Alternativen gibt
Wichtig: Beim Schimmel entfernen von der Wand oder anderen Oberflächen immer Schutzhandschuhe und eine Atemschutzmaske tragen! Verwende zudem fusselfreie Tücher oder Einmal-Papier, um eine weitere Verbreitung der Sporen zu verhindern.
2. Hausmittel gegen Schimmel
Wenn du auf Chemikalien verzichten möchtest, kannst du auch Hausmittel zur Schimmelentfernung nutzen:
- Essig ist ein natürliches Desinfektionsmittel und kann auf glatten Oberflächen wie Fliesen oder Glas eingesetzt werden. Auf kalkhaltigen Wänden oder Tapeten ist Essig allerdings ungeeignet zur Schimmelbekämpfung, da er dort chemisch reagiert und das Wachstum sogar fördern kann. Ist dein Schimmelproblem jedoch auf einer glatten Oberfläche beheimatet, trägst du den Essig mit einem Tuch oder einer Sprühflasche auf und lässt ihn einige Stunden einwirken, bevor du die Fläche gründlich abwischst.
- Natron und Soda wirken durch ihre basische Beschaffenheit schimmelhemmend. Mische dafür 2 Esslöffel Natron mit einem halben Liter Wasser und trage die Lösung auf die befallene Stelle auf. Alternativ kannst du eine dickere Paste aus Natron und wenig Wasser anrühren und auf den Schimmel streichen. Nach einigen Stunden kann die getrocknete Paste einfach abgewischt werden.
- Teebaumöl besitzt starke antibakterielle und antimykotische Eigenschaften. Mische etwa 10 Tropfen Teebaumöl mit einem Glas Wasser und gebe die Mischung in eine Sprühflasche. Sprühe die betroffenen Stellen großzügig ein und lasse die Lösung über Nacht einwirken. Der einzige Nachteil dabei: Teebaumöl hat einen intensiven Eigengeruch, der einige Tage bestehen bleiben kann.
- Backpulver wirkt ähnlich wie Natron und kann direkt auf den Schimmel gestreut oder als Paste mit Wasser angerührt werden. Nach dem Einwirken einfach mit klarem Wasser abwischen.
- Zitronensäure hat eine antibakterielle Wirkung und kann dadurch als natürlicher Schimmelentferner eingesetzt werden. Ein Gemisch aus Zitronensaft und Wasser kann helfen, leichten Schimmel zu entfernen. Allerdings solltest du bei der Anwendung Acht geben, da Zitronensäure auf einigen Oberflächen zu Verfärbungen führen kann.
Schimmel im Bad und an Fenstern entfernen
Schimmel im Bad entsteht durch hohes Feuchtigkeitsaufkommen und stehendes Wasser. Das kannst du dagegen tun:
- Regelmäßiges Lüften
- Trocknen der Fliesen und Fugen nach dem Duschen
- Anti-Schimmel-Sprays für Silikonfugen
- Nutzung eines Luftentfeuchter
- Nutzung eines Luftentfeuchters in sehr feuchten Räumen
- Austausch von schimmelbefallenen Silikonfugen
- Vermeidung von dauerhaft nassen Duschvorhängen und Dichtungen
Schimmel am Fenster tritt oft an den Dichtungen oder in den Ecken auf. Hier hilft das regelmäßige Entfernen von Kondenswasser aus Dichtungen sowie Rahmen und die Reinigung mit hochprozentigem Alkohol oder Wasserstoffperoxid. Zudem solltest du sicherstellen, dass Fenster nicht dauerhaft geschlossen bleiben, um die Luftzirkulation zu fördern.
Schimmelprävention: So beugst du Schimmel vor
Um Schimmel gar nicht erst aufkommen zu lassen oder eine erneute Schimmelbildung langfristig zu vermeiden, ist eine Kombination aus richtigem Lüften, optimaler Raumgestaltung und gegebenenfalls technischen Hilfsmitteln entscheidend.
Achte darauf, regelmäßig und ausreichend zu lüften: Am besten zwei- bis dreimal täglich für mehrere Minuten und weit geöffneten Fenstern. Dabei solltest du die Luftfeuchtigkeit im Auge behalten – etwa mit Feuchtigkeitssensoren oder Hygrometern –, welche in Innenräumen idealerweise zwischen 40-60% liegt. Auch Heizkörper solltest du nicht zustellen, damit sich die Wärme gleichmäßig im Raum verteilen kann.
Auch deine Wände können der Schlüssel zu einem schimmelfreien zu Hause sein: Kalte Wände sollten durch eine verbesserte Dämmung vermieden werden, da sie das Kondensieren von Feuchtigkeit begünstigen. Stelle Möbel außerdem nicht direkt an Außenwände, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen. Kontrolliere deine Wände regelmäßig auf kleine Schimmelflecken und beseitige sie sofort, bevor sich das Problem ausbreitet. Etwas aufwendiger aber dafür besonders hilfreich: Trage mit einer speziellen Anti-Schimmel-Farbe eine präventive Schutzschicht auf deine Wände auf.
Falls nach all diesen Maßnahmen noch notwendig, kann der Einsatz eines Luftentfeuchters oder spezieller Schimmelblocker eine zusätzliche Schutzmaßnahme darstellen.
Hier nochmal die wichtigsten Tipps in aller Kürze:
- Richtiges Lüften: 2–3 Mal täglich stoßlüften
- Optimale Luftfeuchtigkeit: 40–60 %
- Heizkörper nicht zustellen
- Dämmung verbessern
- Möbel nicht direkt an Außenwände stellen
- Wände regelmäßig überprüfen
- Anti-Schimmel-Farbe
- Luftentfeuchter oder spezielle Schimmelblocker

FAQ: Häufig gestellte Fragen bei der Schimmelbekämpfung
Eine dauerhafte Beseitigung von Schimmel ist nur durch Ursachenbekämpfung möglich. Hast du die Auslöser gefunden und den Schimmel entfernt, kannst du mit Präventionsmaßnahmen ein erneutes Aufkommen verhindern.
Essig kann auf glatten Oberflächen helfen, sollte aber auf kalkhaltigen Wänden nicht verwendet werden, da er den Schimmel dort sogar begünstigen kann.
Ja, Schimmelsporen können Atemwegsprobleme, Allergien und andere Beschwerden verursachen. Daher ist eine schnelle Beseitigung wichtig.
Bei Schimmelbefall auf einer Fläche von mehr als 0,5 m² solltest du einen Fachmann zur Schimmelbeseitigung hinzuziehen.