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Strom im Garten verlegen – eine Schritt-für-Schritt Anleitung

2025-03-27 14:30:00 / Garten

Ein Stromanschluss im Garten schafft völlig neue Möglichkeiten – egal ob eine stimmungsvolle Beleuchtung, den Betrieb einer Teichpumpe oder praktische Steckdosen im Gartenhaus. Auch Werkzeuge oder Elektrogrills lassen sich bequem anschließen, wenn du deine Stromversorgung clever planst und umsetzt.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Strom im Garten verlegen kannst – sicher, praktisch und Schritt für Schritt erklärt. Du erhältst wertvolle Tipps zur Planung, zur Auswahl der passenden Kabel und zur fachgerechten Verlegung, damit dein Garten optimal versorgt ist.

Warum Strom im Garten verlegen

Dein Garten ist mehr als nur eine Grünfläche – er ist ein Ort zum Leben. Ein Stromanschluss macht ihn nicht nur komfortabler, sondern auch vielseitiger nutzbar. Ob für den Betrieb von Teichpumpen, die Möglichkeit eines Rückzugsortes oder einer Werkstatt im Gartenhaus, die Versorgung von Mährobotern sowie die Installation stimmungsvoller Außenbeleuchtung - mit Strom bringst du Funktionalität in jede Ecke deines Gartens. Strom im Garten erhöht Komfort, Sicherheit und die Freude an deinem Außenbereich.

Welches Kabel ist das richtige?

Nicht jedes Kabel eignet sich für draußen, da es dort besonderen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Für die direkte Verlegung im Erdreich empfehlen sich die besonders robusten und langlebigen NYY- oder NYCWY-Kabel. In den meisten Fällen reicht eine Querschnittsfläche von 1,5 mm2 aus. Erst, wenn du vorhast Werkzeuge wie Sägen oder Schleifgeräte zu betreiben, empfiehlt sich ein Querschnitt von 2,5 mm2. Möchtest du mehrere Dinge anschließen, nimmst du am besten statt einem dreipoligen ein fünfpoliges Erdkabel. Da ein Erdkabel im Normalfall in einer feuchten Umgebung liegt, muss es mindestens die Schutzklasse IP 44 erfüllen (ab IP 66 ist es wasserdicht).

Graben ausheben
Kabel im Garten

Schritt für Schritt-Anleitung

1. Bedarf ermitteln

Eine durchdachte Planung spart Zeit und Nerven. Überlege dir deshalb zunächst, wo und für was du Strom brauchst – also etwa an der Terrasse für eine Außenbeleuchtung, im Gartenhaus für deine Werkbank oder beim Teich für die Pumpe. Zeichne diese Punkte in einen einfachen Gartenplan ein.

Je nach Einsatzbereich unterscheidet sich der Leistungsbedarf: Eine Lichterkette benötigt deutlich weniger Strom als eine Säge oder eine Gartenpumpe. Denke auch an die Trassenführung der Kabel – möglichst gerade, mit wenig Hindernissen.

2. Stromkreise planen

Nun geht es darum, die Stromkreise sinnvoll zu planen. Für Licht, Steckdosen und leistungsstärkere Verbraucher, wie etwa einer Werkbank im Gartenhaus, solltest du getrennte Leitungen vorsehen. So bleibt dein System übersichtlich und du beugst einer Überlastung vor.

3. Trasse vorbereiten und Graben ausheben

Im nächsten Schritt planst du die Kabeltrassen ein. Achte dabei auf möglichst kurze, gerade Wege und meide Wurzeln, Steine oder vorhandene Installationen. Eine gleichmäßige Tiefe des Kabelgrabens – am besten rund 60 Zentimeter – sorgt für Schutz vor witterungsbedingten und externen Einflüssen.

Jetzt wird gegraben: Der Kabelgraben sollte mehr als einen halben Meter tief sein und frei von scharfkantigen Steinen sein. Um das Kabel vor mechanischen Schäden zu schützen, gibst du am besten eine etwa 10 cm dicke Sandschicht in den Graben.

4. Erdkabel verlegen

Lege das Erdkabel – am besten in einem Leerrohr – auf das vorbereitete Sandbett und achte auf einen geraden, spannungsfreien Verlauf. Anschließend bedeckst du es mit einer weiteren Sandschicht. Sinnvoll ist auch, rund 20 cm oberhalb des Kabels ein gut sichtbares Warnband einzulegen, damit spätere Grabungsarbeiten rechtzeitig gestoppt werden. In stark beanspruchten Bereichen – etwa unter Wegen – empfiehlt es sich, das Kabel zusätzlich durch ein Schutzrohr zu ziehen. Um auch in ein paar Jahren noch nachvollziehen zu können, wo sich deine Stromversorgung befindet, solltest du außerdem den Verlauf und die Tiefe der Kabel schriftlich festhalten.

5. Anschlusspunkte setzen

Die verlegten Kabel führst du zu den gewünschten Verbrauchsstellen – beispielsweise zu wetterfesten Außensteckdosen oder in dein Gartenhaus. Achte dabei auf eine ordentliche Kabelführung und den Einsatz von für den Außenbereich geeigneten Materialien.

6. Funktion testen

Wenn alles verlegt und angeschlossen ist (der Anschluss muss durch einen Fachmann erfolgen), überprüfst du, ob alle Geräte und Leuchten einwandfrei funktionieren. Teste jede Stromquelle in Ruhe durch – so stellst du sicher, dass deine Installation rundum zuverlässig ist.

FAQ: Häufige Fragen beim Erdkabel verlegen

Im Garten eignen sich besonders NYY- oder NYCWY-Kabel für die direkte Verlegung im Boden, da sie besonders widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und mechanischer Beanspruchung sind.

Erdkabel sollten mindestens 60 cm tief im Boden liegen. Diese Tiefe schützt sie vor Frost, mechanischer Belastung und zufälligen Beschädigungen bei Gartenarbeiten.

Ja, das ist möglich – aber nur mit speziellen Außensteckdosen. Diese sollten mindestens IP44-geschützt sein und korrekt montiert werden, um Feuchtigkeitseintritt zu verhindern.

Erstelle eine Liste aller elektrischen Verbraucher und deren Leistung. Berücksichtige auch mögliche Erweiterungen wie weitere Leuchten oder Geräte, um Reservekapazitäten einzuplanen.

In diesem Fall ist eine kleine Unterverteilung hilfreich, die mehrere Stromkreise aufnehmen kann. Damit bleibt die Stromversorgung übersichtlich und du kannst gezielt absichern und erweitern.

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